by Quantum News Team Quantum News Team

boot 2026 – Save the date!

Treffen Sie QUANTUM SAILS Germany und internationale Experten in Düsseldorf!

Neue Segel, ob Cruising oder Performance; neueste Entwicklungen in Sachen Segeltuch – wir werden einige Neuheiten dabei haben! Dazu Tipps & Tricks zu Thema Segelpflege aber auch Trimm. Das alles und noch viel mehr: Auf der BOOT 2026 in Düsseldorf!

Save the date: Vom 17. bis zum 25. Januar öffnet wieder die größte Wassersportmesse des Planeten – Das Team von Quantum Sails ist in Halle 10 am Stand G60 zu finden.

Wir kommen mit vielen Experten aus ganz Europa und freuen uns auf zahlreiche Gespräche mit Ihnen!

Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Gern vorweg mit Termin: Ohne Wartezeiten direkt ins Thema einsteigen – reservieren Sie hier einfach Ihren Wunschtermin.7

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Direkt gegenüber der Segelboot-Halle 16

Gut zu wissen:

  • der kürzeste Weg zu uns: Eingang Nord benutzen, dann durch die Halle 9 zur Halle 10
  • geöffnet täglich von 10 bis 18 Uhr
  • Quantum Sails in Halle 10, G60
  • Viele weitere nützliche Informationen finden Sie auf der Webseite der boot Düsseldorf.

Reservieren Sie einen Termin

Messe-Profis wissen es: Vor allem an den Wochenenden, aber auch in der 2. Wochenhälfte, kann es voll werden.

Vermeiden Sie Wartezeiten, indem Sie hier vorab einen Termin mit einem unserer Segelmacher und Segelberater reservieren!

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Besuchen Sie Quantum Sails während der boot 2026 in Düsseldorf in Halle 10/Stand G60!
by Lars Reisberg Lars Reisberg

QUANTUM SAILS-Boote siegen beim SILVERRUDDER 2025

Spannung bei der größten Einhand-Regatta der Welt

Allen, die am Start waren und die Hatz um die Dänische Insel Fyn gewagt haben, gratulieren wir: Knapp 140 Seemeilen um eine Insel zu segeln ist weitaus herausfordernder, als es klingen mag! Sven Patrick Krause absolviert sein drittes Silverrudder auf LIVLY souverän – zwei QUANTUM SAILS-Boote gewinnen in ihren Kategorien.

Für alle, die nicht am Start waren, noch mit sich hadern, in 2026 an den Start zu gehen oder die einfach das überraschend warme Wochenende ohne Segelsport genießen wollten, haben wir in diesem Artikel das Renngeschehen kurz zusammen gefasst. In einem späteren Blog-Post wird Sven Patrick Krause genauer über sein Silverrudder 2025 berichten – ebenso wie Max Gurgel, der auf der mit QUANTUM-Segeln ausgestatteten Dehler 30 OD seine Klasse gewinnen konnte.

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Max Gurgel siegt auf PLAY HARDER mit QUANTUM-Segeln

Was ist das Silverrudder? Das Silverrudder die ist größte Einhand-Segelregatta der Welt. Schon der Ticketverkauf, der traditionell im März online stattfindet, ist ein Happening für sich. Oftmals sind alle 450 Tickets knapp einer Stunde restlos ausverkauft. Das schaffen sonst nur die Stones auf einer ihrer Abschiedstourneen … In diesem Jahr war das nicht anders. Allerdings schafften es wegen der stürmischen und sehr schwierigen Wetterbedingungen in den beiden Wochen vor Start der Regatta nur etwa 380 Teilnehmer an den Start ins dänische Svendborg. Dennoch: Der vollgepackte Hafen ist immer wieder ein beeindruckender Beweis dafür, wie beliebt das Silverrudder bei Seglern in ganz Europa ist!

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QUANTUM SAILS-Kunden und Freunde treffen sich beim Silverrudder

Die Boote treten in sieben Kategorien gegeneinander an. Das Besondere ist hierbei, dass sich diese Kategorien nur auf die Bootslänge beziehen und keine weiteren Aspekte der Yachten herangezogen werden. Gesegelt wird also eben nicht nach Handicap oder irgend einer anderen Klassifizierung, sondern komplett „raw“ (wie es manche Segler nennen) gegen vergleichsweise gleichlange Yachten. In den sieben Kategorien sammeln sich dann Segler in Kielbooten von nur 18 Fuß Länge bis zu Yachten von 50 Fuß. Dieses klassenfreie Rennkonzept erfreut sich großer Beliebtheit und birgt ein gewisses „Suchtpotenzial“. Das mag eine Erklärung des Erfolgs dieser Regatta sein: Ehrliches Matchracing, vollausgestattete Cruiser gegen stripped-down Racer!

Der Schlüssel zum Erfolg beim Silverrudder: Wetter + Revierkenntnis

„Erfolg“, das ist für jeden Menschen natürlich etwas anderes. Beim Silverrudder ist es allerdings so, dass allein das Ankommen schon der Erfolg ist. Nicht umsonst hat sich um das Finisher-T-Shirt des Silverrudder ein kleiner Kult entwickelt. Denn allein und non-stop die knapp 140 Seemeilen rund um die dänische Insel Fünen zu meistern, diese Prüfung durchzuhalten, den Widrigkeiten von Wind, Welle, Strömung und  Flauten zu widerstehen, das ist die eigentliche Leistung beim Silverrudder. Das Rennen wird vor allem gegen sich selbst gesegelt! Neben viel Durchhaltevermögen (es gibt durchaus Teilnehmer, die länger als 40 Stunden unterwegs sind!) zählen beim Silverrudder zudem vor allem Revierkenntnisse und die Wetterplanung.

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Bei der Steuermannsbesprechung des Silverrudder

Bei beidem hilft die professionelle Orga des Rennens: Bei der ausführlichen, zweistündigen Steuermannsbesprechung am Vorabend gibt auch 2025 ein Meteorologe (und selbst Segler) detaillierte Einblicke in das zu erwartende Rennwetter. Wichtig: Neben dem Wind sind beim Silverrudder vor allem die Strömungsverhältnisse bei bestimmten Abschnitten entscheidend und auch, wann man dort eintrifft. Zudem schläft vor allem in den frühen Morgenstunden oft der Wind ein. Skipper, die das Rennen ernsthaft angehen, erstellen für ihre Boote individuelle Routings, die auf den Wetter- und Performancedaten der Yachten basieren. Oft hört man dann in den Gesprächen hier und da, wann man an diesem oder an jenem Waypoint vorbei sein sollte …

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Skipper-Schnack mit Max Gurgel

Für QUANTUM SAILS Sven Krause und die übrigen 299 Starter begann das Rennen um die Insel Fünen am Freitagmorgen bei frischem Südwind. Der Start wurde live auf YouTube übertragen, wobei unser dänischer QUANTUM SAILS-Kollege Søren Andersen aus dem Kopenhagener Loft als Kommentator dabei war. Frischer Wind mit Böen bis zu 24 Knoten aus Südwest bedeutete, dass die bis zu 100 Yachten pro Start eine vergleichsweise einfache erste Passage bis zum Ausgang des Svendborg Sund hatten. Anders als im Vorjahr, als das eine aufregende Kreuz war! Die ersten Schiffe setzen bereits auf dem Weg zum Thurø Rev Spinnaker oder Gennaker und halsten dan Richtung Norden. Bis zur Grßen Belt-Brücke war es dann ein schneller Ritt ent lang der Ostküste der Insel. Ab der Brücke wurde der Wind dann spitzer und Code Zeros waren auf den meisten Booten die Segel für die kommenden Stunden. An der Nordspitze bog der Kurs dann nach Osten ab. Zunächst war es ein 2 Sail-Reach und ab der Insel Æbelø eine Kreuz zum Eingang des Kleinen Belts bei Strib. Dabei nahm der Wind kontinuierlich ab und ein 20 Grad-Linksdreher war in die Strategie auf diesem Teilstück zu berücksichtigen.

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Unterwegs beim Silverrudder

Der Großteil der Flotte konnten den kleinen Belt passieren, bevor die Strömung kenterte und ab ca. 0130h gegenan lief. Der Wind drehte weiter nach links, sodass auch die 30 Meilen nach Süden zu einem langen Am-Wind-Abschnitt wurden. Die Bedingungen wurden zum Schluss für alle Teilnehmer sehr schwierig. Denn als die Sonne aufging, wurde die Brise sehr unbeständig. Jetzt galt es, aufmerksam nach den Windfeldern Ausschau zu halten! Währed es in der Dunkelheit anh der Küste noch bestädigen Wind gab, wurde der von der aufgehenden Sonnen in Landnähe aufgesogen und nur weit draussen gab es noch einen Brisenstrich mit 10 bis 12 Knoten Wind. Aber auch wer den Strich bis Lyø geritten war wurde spätestens am Eingang zum Svendborg Sund von der Flaute gefangen. Die letzten Meilen bis zum Ziel waren vor allem für die führenden Boote sehr lang und zäh. 

Erfolg für QUANTUM SAILS-Boote beim Silverrudder 2025!

Laut Finisher-Listen sind auch in diesem Jahr die allermeisten Starter angekommen: Viele von ihnen bekannte Gesichter und Kunden von QUANTUM SAILS, was uns sehr freut! Sie alle haben sich das Finisher-Shirt, das so viel bedeutet, verdient. Wir beglückwünschen alle Finisher herzlich! Zwei Boote, die mit Segeln von QUANTUM SAILS unterwegs waren, konnten sich sogar in ihren jeweiligen Klassen als Sieger behaupten: In der Gruppe der Mini-Kielboote konnte sich Gyorgy Juhasz auf seiner FLAAR 24 den Sieg sichern. Bei den Kielbooten Small war es wieder einmal Max Gurgel auf der DEHLER 30 od PLAYHARDER, der seine Gruppe dominierte. Herzlichen Glückwunsch!

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Sven Patrick Krause an Bord seiner LIVLY: Glücklich!

Sven Krause war in der Kategorie Keelboats Medium angetreten. Und das, wie immer, mit dem Familienkreuzer, einer Comfortina 32 aus dem Jahr 1985. Sven beendet sein drittes Silverrudder auf dem 52. Platz nach 27.17 Stunden und 4.18 Stunden hinter dem Erstplatzierten in Medium und 2.5 Stunden vor der nächsten Comfortina 32.

Nach dem Silverrudder ist vor dem Silverrudder!

Zum ersten mal engagierte sich QUANTUM SAILS als Sponsor beim Silverrudder. Für Sven Patrick Krause ist dies eine wichtige Botschaft: „Die Kameradschaft bei diesem Rennen, das Zusammenspiel und der herzliche Umgang aller Teilnehmer miteinander ist eigentlich genau das, was wir am Segeln so sehr schätzen. Das zu unterstützen ist uns besonders wichtig.“ Durch die Tätigkeit der Sponsoren kann das hohe Level der Organisation und Betreuung des Rennens gewährleistet werden. Außerdem erhalten alle Teilnehmer des Silverrudders einen 20%igen Rabatt für ihren nächsten Segelkauf bei QUANTUM SAILS – denn eines ist klar: Nach dem Rennen ist vor dem Rennen! Diese Regatta macht süchtig … fast alle Teilnehmer werden „Wiederholungstäter“.

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Wir sind Ihre Segel-Partner, auch beim nächsten Silverrudder!

Sie hat nun auch das Rennfieber gepackt? Der Startplatzverkauf für das Silverrudder 2026 startet am 18. März 2026. Ein Termin, den Sie sich unbedingt im Kalender dick und in rot markieren sollten! Wie Sie bis dahin Ihr Boot oder Ihre Yacht renntauglich bekommen, welche Segel-Garderobe sinnvoll ist und wie Sie Ihre Skipper-Fähigkeiten in den nächsten 12 Monaten bis zum Start des nächsten Rennens auffrischen und ausbauen können, dabei hilft Ihnen unser QUANTUM SAILS-Loft in Flensburg natürlich gern: Wir begrüßen Sie hier herzlich im Kreise der Silverrudder-Segler.

by Quantum News Team Quantum News Team

Winterpersenning: Ist Ihre Yacht im Winterlager gut geschützt?

So haben Staub, Schmutz und stehende Feuchtigkeit keine Chance.

Auch wenn der September noch einigermaßen warm und sommerlich ist und wir Segler an Nord- und Ostsee hoffentlich einen goldenen Oktober erwarten dürfen – das Winterlager steht vor der Tür. Unaufhaltsam rückt der Krantermin näher. Wird Ihre Yacht im Außenlager überwintern? Dann sollten Sie sich mit dem Thema „Winterpersenning“ ernsthaft beschäftigen.

Denn Dank hochwertiger, neuer Materialien ist die Zeit der wackeligen Billig-Bändchen-Plane oder wahnsinnig schwerer PVC-Planen vorbei: QUANTUM SAILS bietet maßgefertigte, effektiv schützende Persenninge an, die Ihre Yacht im Außenlager staubfrei, gut belüftet und vor stehendem Wasser, Schnee und Eis schützen. Wir möchten Ihnen in diesem Artikel vor Vorteile einer neuen Persenning aus CoverTexx zeigen – und Sie ermuntern, eine solche auch für Ihr Boot zu bestellen: Denn noch haben wir Produktionskapazitäten, damit Ihre QUANTUM SAILS Winterpersenning rechtzeitig fertig wird.

Wann wird eine Winterpersenning für eine Yacht im Winterlager wichtig?

Grundsätzlich sind Persenninge erst einmal nur für Boote im Außenlager wichtig, die ansonsten ungeschützt den Elementen der Natur ausgesetzt sind. Im Hallenlager sind oftmals aus Brandschutz-Gründen Persenninge sogar ausdrücklich verboten oder unerwünscht: Schauen Sie am besten in Ihren Liegeplatz- oder Winterlager-Vertrag. Sicher können wir auch Staubschutz-Persenninge für „innen“ anfertigen, in diesem Artikel wollen wir uns allerdings auf die Yachten im Außen-Winterlager konzentrieren.

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Gut geschützt im Winter: Mit einer Profi-Persenning!

Was wollen Sie als Kunde? Uns ist klar, dass Sie für die Off-Season zunächst einmal die Kosten minimieren möchten. Das Winterlager wird von vielen Eignern als notweniges Übel angesehen, denn sie können ja nicht segeln. Allerdings ist die Wintersaison ideal, um notwendige Reparaturen, routinemäßige Wartungsarbeiten oder auch Upgrades am Boot durchzuführen. Doch auch, wenn die Yacht nur „schlummert“, wollen viele den Winterschutz schnell aufgebaut haben und dann soll auch endlich der Frühling wieder kommen … Nicht selten greifen Bootseigner daher zur naheliegenden Do-it-yourself-Lösung: Die gute alte Baumarktplane.

Billig, schnell und … billig. DIY-Persenninge aus Bastler-Hand

Sicher, alles, was maßangefertigt wird, hat seinen Preis. Da scheint es schon verlockend, sich einfach eine Plane aus dem Baumarkt zu holen. Ösen sind schnell eingeschlagen. Das Ganze über den Mast geworfen, der auf selbstgebauten Holzkreuzen längs über das Deck gezurrt wird, und an den Seiten mit Sand gefüllten Eimern oder alten Kanistern befestigt. Geht doch auch?! Ja, DIY mag auf den ersten Blick eine durchaus preiswerte Lösung sein, aber langfristig lohnt sich eine etwas höhere Mehrausgabe auf jeden Fall. Solche Planenkonstruktionen schützen Ihre Yacht meist nicht wirklich – selbst dieses Geld könnten Sie sich eigentlich sparen.

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Billig, aber nur bedinkt wirksam: DIY-Planen

Warum? Solche „Zelte“ sind meist an Front und Heck offen. Hier wird Regen, Schnee und Dreck ungehindert unter die Plane gelangen. Der Schutzeffekt ist gleich Null. Wenn die Planen nicht komplett straff sind, hängen diese unter Schneelast (auch wenn das immer seltener wird in unseren Breiten) oftmals durch: Es bilden sich Säcke aus Schnee, die antauen und wieder gefrieren können. Große Eisblöcke entstehen dann, die bis zu mehrere hundert Liter Wasser (und damit Kilogramm!) enthalten. Diese können sich durch billige PVC-Planen durcharbeiten – beschädigte Decks, Luken und sogar geflutete Salons können die Folgen sein. Nicht zu unterschätzen ist auch die Arbeit des Windes.

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Schützen Sie Ihr Boot lieber mit einer Profi-Persenning

Denn das konstante Flattern solcher Planen beschädigt nicht nur die Plane selbst, sondern kann unschöne Schleifspuren am Gelcoat Ihrer Yacht hinterlassen. Geschwächte Planen können in den Herbst- und Winterstürmen zudem durchaus einreißen. Dann ist glücklich, wenn in der Folge diese großen Luftblasen – Segeln gleich – nicht noch Schlimmeres am eigenen oder an den umliegenden fremden Booten verursachen. DIY-Persenninge sind aus unserer Sicht ganz klar keine tolle Alternative – denn nichts von dem, was man von einer Winterplane erwartet, wird hier umgesetzt.

Was muss eine gute Winterpersenning leisten?

Ganz grundsätzlich soll eine Winterpersenning Staub, Dreck und stehende Nässe draussen halten. Sie muss sich eng an den Schiffskörper anschmiegen und mindestens das Deck, gern auch das Freibord des Rumpfes dicht umschließen. Nur so können Staub und Dreck wirksam draußen gelassen werden. Um dies zu erreichen sind die einfachen quadratischen PVC-Planen aus dem Baumarkt gänzlich ungeeignet – nur der individuell auf die 3D-Form Ihrer Yacht angepasste Schnitt eines Segelmachers kann eine dicht schließende und absolut perfekt anliegende Persenning herstellen.

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Sitzt perfekt. Geschlossen. Durchlüftet. So muss das sein!

Im weiteren soll die Persenning nicht nur Dreck, sondern auch die anderen negativen Einflüsse abhalten: Allen voran natürlich die Feuchtigkeit. Regen, Schnee und Eis haben an Deck nichts zu suchen. Unsere QUANTUM SAILS-Persenninge sind diesbezüglich dicht. Schlüssel hierbei sind die Widerstandsfähigkeit gegen mechanische Belastungen, wie die oben angesprochenen Lasten durch Wasser, Schnee und Eis und auch die Fähigkeit einer Durchlüftung. Diesem Aspekt kommt eine ganz besondere Bedeutung zu.

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Übrigens auch für Ihr Rigg im Mastenlager...

Sie wollen weder im Boot selbst noch unter der Persenning stehende Feuchtigkeit haben! Schimmel, Spak und unangenehme Gerüche sind der große Feind im Winterlager. Wenn aber schon die Persenning nicht durchlüftet ist, wie wollen Sie dann Ihre Yacht unter ihr trocken und belüftet halten? Selbst aufgesetzte Lüftungstrichter und Windfänge sind aus unserer Erfahrung ineffektiv, oftmals bringen sie nichts. Da kann man dann im Schiff Entfeuchter aufstellen, so viele man möchte: Nur eine gute, konstante Durchlüftung kann Feuchtigkeit abführen. Ähnlich wie bei Funktionsbekleidung liegt der Schlüssel hierbei also im Material, aus dem die Winterpersenning hergestellt wird.

Winterpersenninge aus CoverTexx: Robust, atmungsaktiv, leicht!

Unsere Winterlager-Persenninge stellen wir aus einem Material her, welches im Bootsbereich neu scheint, aber schon lange im Einsatz ist. Das dunkelgraue Vlies-Material wiegt nur 300 Gramm pro Quadratmeter und ist damit deutlich leichter als traditionelle PVC-Persenningstoffe, die teilweise doppelt so schwer sind. Nur 1.8 Millimeter dick, nimmt es auch im Sommer bei Ihnen im Keller weit weniger Platz weg. Das Vlies besteht aus einem synthetischen Polypropylen-Polymer, der auf der einen Seite unheimlich robust ist, auf der anderen aber dehnbar, leicht zu verarbeiten, leicht zu nähen und damit auch im Falle eines Falles problemlos zu reparieren ist.

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Beständig, leicht und recyclingfähig: CoverTexx für Ihre Winterpersenning

PVC aus dem Baumarkt? Mit 400 bis 650 g/Quadratmeter deutlich schwerer und dicker! Viele Planen sind daher nur zweiteilig zu handhaben. Das Material verzeiht auch nichts, reißt schnell ein. Es ist zwar 100% wasserdicht, aber eben nicht atmungsaktiv. Aus unserer Sicht gibt es keinen Grund mehr, PVC zu nutzen. CoverTexx braucht keine Lüftungsschächte, Windfänger oder andere Tricks – das Material selbst lässt Luft überall hindurch. Der Lüftungseffekt ist enorm! Wir können dank seiner Dehnbarkeit mit viel weniger Abnähern und Nähten eine perfekt sitzende Persenning anfertigen. PVC ist, ganz klar, in der Produktion schwer zu handhaben und deshalb teuer n der Herstellung!

Wie stellen wir bei QUANTUM SAILS Ihre Winterpersenning her?

Alles beginnt natürlich bei Ihrem Boot. Die Form und Maße Ihrer Yacht sind entscheidend. Vorbei sind eigentlich auch die Zeiten der an Deck auf selbstgezimmerten Holzkreuzen gelagerten Masten: Schonen Sie Ihr Deck und vor allem den Bugkorb und lassen Sie Ihr Rigg in das Mastenlager Ihrer Marina bringen. Die schwedische Firma NOA bietet Gestelle an, die wir als stabilen, einfachen und wiederverwendbaren Unterbau für die Winterpersenning empfehlen. Hierbei suchen wir gemeinsam mit Ihnen das passende Deck-Gestell heraus, welches zu den Abmessungen Ihrer Yacht passt und zum anderen den richtigen „Dach-Winkel“ für den optimalen Wasserablauf und das Abrutschen von Schnee garantiert.

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Die Basis: Profi-Gestell von NOA

Sobald das NOA-Gestell an Bord installiert ist, startet bei uns zügig die Produktion Ihrer CoverTexx-Persenning. Diese dauert nur wenige Tage und wird dann durch uns bei Ihnen erstmals aufgebaut. Vorweg haben Sie natürlich einige Möglichkeiten, Ihre Winterpersenning durch Optionen aufzuwerten: Das können Einstiege sein, durch die Sie mittels Zipper ein- und aussteigen könnenAußerdem können Sie entscheiden, ob die neue Covertexx-Persenning den gesamten Rumpf bis zum Wasserpass schützen soll. Sie möchten im Winter an Bord arbeiten? Kein Problem! Durch die NOA-Gestellte sind ganze „Kuchenbuden“ mit Stehhöhe im Cockpit möglich. Für die Befestigung ist ein robuster Hohlsaum am unteren Ende eingearbeitet. Darin werden Panzerrohre (Elektriker wissen, was wir meinen) eingeschoben. Die Persenning wird dann mit wenigen Leinen am Lagerbock befestigt. Der Vorteil unserer Konstruktion ist die gleichmäßige Verteilung der Spannung. Es gibt keine Ösen oder Gurtschlaufen die ausreißen können. Und kein Schubbern oder Schamfilen!

Warum sollten Sie sich jetzt um eine neue Winterpersenning kümmern?

Es sind tatsächlich nur noch wenige Wochen, bis in Norddeutschland die Kransaison wieder losgeht. Wenn wir jetzt Ende September in die Produktion gehen, sollten wir Ihre neue QUANTUM SAILS CoverTexx-Persenning noch pünktlich zum Krantermin fertig haben. Bitte kontaktieren Sie uns gern für ein Beratungsgespräch und ein unverbindliches Angebot.

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Links: Covertexx sitzt perfekt & schützt!

Robust, lange verwendbar, einfach und leicht: Dabei UV-stabilisiert, Spak- und Pilzbefall-sicher und voll recyclingfähig. Wir haben mit CoverTexx das perfekte Material für Winterpersenninge gefunden. Überzeugen Sie sich gern von der hochwertigen Qualität dieses Vlies-Stoffes und der Handwerkskunst unserer Segelmacher, die Ihre Winterlager-Persenning individuell für Sie anfertigen!

by Lars Reisberg Lars Reisberg

Offizieller Partner und Sponsor des SILVERRUDDER 2025

QUANTUM SAILS unterstützt die größte Einhand-Regatta der Welt

Wir freuen uns sehr, als offizielle Partner des SILVERRUDDER – Challenge of the Sea die größte Einhand-Regatta der Welt zu unterstützen! QUANTUM SAILS ist in diesem Jahr als aktiver Sponsor am Start, um die Durchführung dieses Events auf dem gewohnt hohen Niveau mit zu sichern.

Das Silverrudder hat sich in den vergangenen Jahren zu einem – wenn nicht dem – absoluten Höhepunkt im europäischen Rennkalender entwickelt. Jahr für Jahr sind die 450 Startplätze in den 5 Monohull- und 2 Multihull-Kategorien ausgebucht. Als Segel-Marke, die für höchste Performance und Qualität steht, darf QUANTUM SAILS hier nicht fehlen. Wir freuen uns, das unser Beitrag in 2025 dazu beiträgt, den Teilnehmern eine perfekte Veranstaltung zu bereiten!

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Wir hatten hierzu bereits Anfang des Jahres ambitionierte Segler aufgefordert, sich unsere Wild-Card für einen Startplatz zu sichern. Daneben wird auch QUANTUM SAILS-Chef Sven Krause wieder am Start sein. Der versierte Regatta-Segler hat das Segel-Setup seiner Yacht für 2025 wieder weiter entwickelt und wird in 2025 ein nagelneues Code-0 AWA-Shape zum Einsatz bringen. Ob sein Plan aufgeht, erfahren wir in wenigen Tagen.

Wir sind für Sie live beim Start vor Ort

Ab dem 18. September werden wir auf unseren Social Media-Kanälen in facebook und instagram live aus dem dänischen Svendborg, dem Start- und Zielort, berichten. Folgen Sie uns gern, wenn Sie es noch nicht tun. Außerdem lohnt es sich, den SILVERRUDDER Live Tracker zu checken – hier können Sie unserem Sven oder Ihrem Lieblingssegler live folgen und mitfiebern. Der offizielle YouTube-Channel vom SILVERRUDDER ist zudem auch eine tolle Quelle für Live-Info und viel Hintergrund.

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Es geht wieder rund Fyn!

Wenn Sie uns – und vor allem Sven Krause – vor Ort treffen wollen, sind Sie herzlich eingeladen, uns am 18.9. zu besuchen. Ab dann schaltet Sven, wie alle anderen, in den Racing-Mode.

Dieses Programm erwartet Sie in Svendborg und auch online:

Mittwoch, 17. September:

– 12:30 – 16:00 Uhr: Registrierung und Ausgabe von Startnummern und Segelanweisungen für alle Teilnehmer.

– 09:00 – 16:00 Uhr: Sicherheitskontrollen der Boote.

 

Donnerstag, 18. September:

– 09:00 – 17:30 Uhr: Sicherheitskontrollen der Boote.

– 09:00 – 16:00 Uhr: Kostenloser Kranservice und Zuwasserlassen an der Nordre Kaj.

– 17:00 Uhr: Letzte Frist für Ankunft und Registrierung.

– 17:30 – 19:00 Uhr: Vorbesprechung und Wetterbriefing für die Teilnehmer.

– 19:00 – 20:00 Uhr: Nach der Skipper-Besprechung Abendessen für alle Teilnehmer.

 

Freitag, 19. September:

– 07:30 – 09:30 Uhr: Frühstück für die Teilnehmer.

– 08:00 – 22:30 Uhr: Live-Streaming in YouTube mit Updates und Rennanalysen

 

Starts SILVERRUDDER 2025, Freitag, 19. September:

– 10:00 Uhr: Kielboote Mini

– 10:30 Uhr: Kielboote Klein

– 11:00 Uhr: Kielboote Mittel

– 11:30 Uhr: Kielboote Groß

– 12:00 Uhr: Kielboote Extra Groß

– 12:30 Uhr: Mehrrumpfboote Klein

– 13:00 Uhr: Mehrrumpfboote Groß

 

Samstag, 20. September:

– 02:30 Uhr: Erwartete Ankunftszeit des ersten Bootes.

– 08:00 – 23:00 Uhr: Updates und Rennanalysen vom Challenge-Studio am Hafen in Svendborg und auf YouTube

 

Sonntag, 21. September:

– 08:00 Uhr: Start Live-Streaming in YouTube

– 09:00 – 13:00 Uhr: Updates und Rennanalysen vom Challenge-Studio am Hafen in Svendborg.

– 09:00 – 13:00 Uhr: Kostenloser Kranservice und Einholen an der Nordre Kaj.

– 12:00 Uhr: Frist für das Abschließen des SILVERRUDDER 2024.

– 12:00 Uhr: Frist für Proteste.

– 13:00 Uhr: Preisverleihung am Treffpunkt.

Sind Sie mit dabei, segeln selbst oder als Betreuer? Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie QUANTUM SAILS-Boote fotografieren und in Social Media mit #quantumsails taggen. Vor allem, wenn diese vorne mitsegeln …

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Wir wünschen allen Seglern, den Shore-Crews, den Familien und Mitfiebernden daheim sowie unserem Sven Krause ein sicheres, spannendes, abwechslungsreiches und schnelles SILVERRUDDER 2025! Kommt alle gut um die Insel, bleibt wach und wachsam – und genießt dieses wunderbare Event.

Fair winds, Skippers!

by Lars Reisberg Lars Reisberg

Großsegel für Baum-Rollreffsysteme

Über die Vorteile und Eigenheiten von Inboom-Furling Systemen für Großsegel

Bequem und einfach unterwegs zu sein, das ist für die meisten Fahrtensegler einer der wichtigsten Punkte bei der Wahl des Reffsystems für das Großsegel. Dabei steht neben der Einfachheit der Bedienung auch die Sicherheit im Vordergrund. Ein großer schwedischer Segelyacht-Hersteller hat hierzu eine interessante Zahl veröffentlicht: 40% seiner Schiffe über 40 Fuß Länge sind mit Rollreffsystemen für das Großsegel ausgestattet.

Wir haben in den letzten Wochen unter anderem drei Inboom-Furling-Großsegel für Yachten von 40, 45 und 50 Fuß ausgeliefert und erfolgreich erprobt. Rollbäume oder Inboom-Furling-Systeme sind nicht so weit verbreitet wie Rollmast- oder Inmast-Furling, bei denen das Großsegel in den Mast hinein gerollt wird. Wir möchten daher in diesem Artikel speziell auf die Besonderheiten, Vorteile und Eigenschaften des Inboom-Furlings eingehen.

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Wir liefern neue Fusion M-Segel aus

Welche Unterschiede gibt es zwischen Inmast- und Inboom-Furling?

Um 1980 wurden die ersten Rollmasten produziert. Zunächst ohne Segellatten, später mit kurzen, vertikalen Latten und geradem Achterliek. Heute sind Dank moderner Segeltuche auch Designs mit positiver Achterliekrundung möglich – mit einer Fläche wie bei einem normalen Fullbatten-Großsegel. Aber auch dass funktioniert nur mit Fusion M oder anderen hochwertigen Segeltuchen, weil die vertikalen Segellatten kaum Leistung bringen. Unglaublich, aber leider wahr!

Ein Rollmast wiegt mit allem drum und dran einiges mehr als ein Standard-Rigg. Das ist im Wortsinn der schwerwiegendste Nachteil von Rollmasten. Auch mit Carbon ist der Nachteil kaum zu kompensieren. Eine Mastbiegung kann nur mit Einschränkungen zum Trimmen eines Rollgroßsegels verwendet werden. Dafür aber dient die Unterliekausholleine auch als effektiver Unterliekstrecker.

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Top-Performance: Auch mit Rollgroß!

Rollbaum-Systeme wurden viel später entwickelt. Im Grunde haben erst moderne, dehnungsfeste Segeltuche die erfolgreiche Entwicklung funktionierender Inboom-Furling-Systeme ermöglicht. Mittlerweile haben die Systemanbieter von Rollbäumen und die führenden Segelmacher das Zusammenspiel von Technik und Segeldesign so weit perfektioniert, dass Inboom-Systeme perfekt funktionieren. Sofern man sich bei ihrer Bedienung an einige Regeln hält. Ein Inboom-Groß kann über Mastbiegung und Vorliekspannung genauso effektiv getrimmt werden wie ein Standard-Großsegel. Einzig auf den Unterliekstrecker muss man bei den meisten Systemen verzichten.

Beide Systeme haben also Ihre Vor- und Nachteile. Jeder Eigner wird für sich also abwägen müssen. ob und wohin die Reise geht, wenn das Thema Rollgroß auf den Tisch kommt. Falls Sie Fragen haben, wenden Sie sich an uns. Wir kennen die Systeme und sind selbst Segler und Segelmacher. Wir teilen unsere Erfahrungen gern mit Ihnen!

Inboom-Furling Systeme: Wirklich so teuer?

Rollmasten und Rollbaum-Systeme sind natürlich teure Anschaffungen. Beim Rollmast ist ein neues komplett neues Rigg erforderlich. Das ist eine Entscheidung, die wohl bedacht werden muss. Wir helfen gern und ermitteln eine “Hausnummer” für einen neuen Rollmast. Falls sich dann herausstellt, dass das das Budget sprengen würde, kann man auch über einfachere Alternativen nachdenken: Ein neuer Großbaum mit sinnvoll konstruiertem 1-Leinen-Reffsystem wie SELDÉN es anbietet, ist beispielsweise erheblich günstiger. Und erleichtert das Großsegel-Handling zumindest bei Reffen erheblich.

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Rollbaum-System sind immer nachrüstbar. Hier ein LEISURE FURL-Baum.

Als weitere Option gibt es nachrüstbare Systeme für Inmast-Furling. Die werden heute kaum noch angeboten. Es handelt sich hierbei um Vorrichtungen, die an der Achterkante des normalen Masts angeschraubt oder angenietet werden. Diese sind unserer Erfahrung nach jedoch keine empfehlenswerte Alternative: Die Kammer ist sehr klein, so dass kein vernünftig gebautes Segel hinein passt. Von Segellatten ganz zu schweigen – dafür ist hier dann kein Platz mehr!

Rollbaum-Hersteller: Fast immer nachrüstbar

Die gute Nachricht: Eine Umrüstung bestehender Riggs von normalen Großsegeln auf Inboom-Furling ist in den meisten Fällen problemlos möglich. Und das, ohne gleich das gesamte Rigg tauschen zu müssen. Ein Inboom-Furling System besteht dabei aus dem Rollbaum und einer speziellen Mastschiene, die auf ganzer Vorlieklänge auf dem Mast befestigt wird. Abhängig vom System kann darin eine so genannte Rampe integriert sein, die den Abstand zur Kammer des Rollbaums ausgleicht.

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Es gibt viele Anbieter und unterschiedliche Techniken

Es gibt im wesentlichen drei Anbieter für Rollbaum-Anlagen: FURLERBOOM und MAINFURL sind zwei verwandte Systeme, und die bekanntesten am Markt. LEISURE FURL ist ein dritter Anbieter und kann auch als Erfinder des modernen Inboom-Furlings bezeichnet werden. Alle Systeme werden in der einfachsten Version mittels Leinen aus dem Cockpit bedient. LEISURE FURL setzt auf eine Trommel wie bei einer Vorsegel-Rollreffanlage. FURLERBOOM und MAINFURL setzen auf eine endlos gespleißte Leine. Natürlich sind alle aus dem sicheren Cockpit zu bedienen.

Bei LEISURE FURL wird der Rollbaum mittels Kardan-Gelenk mit dem Mast verbunden und das Baumprofil ist vorn offen. Das Großsegel kann deshalb fast ohne Versatz bis an den Mast rollen. Die oben erwähnte Rampe ist bei LEISURE FURL nicht erforderlich. Bei allen Inboom-Systemen muss vor dem Aus- und Einrollen lediglich der Baum in eine bestimmte Position gefahren werden. Dafür wird der Baumniederholer benutzt. Die beste Position wird gut sichtbar markiert und dann furlen das Gross sauber aus und ein.

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Rollbaum-Groß an einem der Reffpunkte

MAINFURL und FURLERBOOM arbeiten mit sehr formschönen Baumprofilen aus GFK. Die Bäume sind vorn geschlossen und haben in diesem Bereich eine verdeckt eingebaute, gezahnte Scheibe für die Endlosleine montiert. Diese Konstruktion erzeugt einen mehr oder weniger großen Versatz, der mittels der beschriebenen Rampe überbrückt wird. 

Mit Hilfe der Leinen wird bei allen Systemen die so genannte Mandrel im Baum in Drehbewegung versetzt. Das ist eine stabile Stange aus Alu oder Carbon. Sie muss stabil sein, weil beim Reffen große Torsionskräfte auf sie wirken. Gleichzeitig darf sie nicht zu dick sein, sonst passt das Segel nicht oder das Baumprofil wird unnötig groß.

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Macht Spaß, ist einfach und sieht gut aus.

Die Inboom-Furling-Großsegel haben 5 oder 6 horizontale Segellatten. Die unteren Latten dienen stets als Reffpunkte: Das Segel wird soweit eingerollt, bis die Latte an der Unterseite der Mandrel aufliegt. So streckt sie das Segel maximal und macht das gereffte Segel so flach wie möglich. Dann wird wieder das Vorliek durchgesetzt und das gereffte Segel steht sehr gut – vorausgesetzt Material und Segeldesign harmonieren.

Erfahrung - durch nichts zu ersetzen

Falls Sie sich mit dem Thema Rollgroßsegel und Inboom – oder Inmast-Furling beschäftigen, stehen wir Ihnen als erfahrene Fachleute gern zur Verfügung. Nutzen Sie unsere Erfahrungen, um das richtige Produkt für Ihr Schiff und Ihr Vorhaben zu finden. Wir haben Erfahrung darin, den Umbau zu koordinieren und Ihnen ein segelfertiges Paket aus Rollmast- oder -baum und Segel zu übergeben und Sie darin einzuweisen. Und Quantums Service-Network in Deutschland und der ganzen Welt steht Ihnen zur Verfügung!

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Feinheiten in der Rollsegel-Herstellung: QUANTUM SAILS beherrscht sie!
by Lars Reisberg Lars Reisberg

Regatta-Gewinn im Glutofen: BEST BUDDIES siegt beim Aegean 600 in ORC und IRC

Einen solchen Renn-Erfolg gab es noch nie …

… das zumindest bestätigt uns sogar der DSV, bei dessen Regatta-Experten wir zur Sicherheit noch einmal nachgefragt hatten. Haben Sie die Nachricht letzte Woche auch vernommen? Die deutsche Rennyacht BEST BUDDIES um Skipper Kay Wrede gewinnt den prestigeträchtigen Regatta-Klassiker Aegean 600. Das Besondere daran: Die Yacht kann die Gesamtwertung sowohl nach ORC wie auch nach IRC für sich entscheiden.

Dass wir das so bemerkenswert finden, hat einige Gründe. Zum einen kann das unseres Wissens nach – und nun auch von externen Quellen bestätigt – noch nie vor, dass ein Boot dieses Rennen in gleich beiden Rating-Systemen gewonnen hat. Und zum anderen ist es die Yacht selbst: BEST BUDDIES ist eben keine der flachen, durchoptimierten Renn-Flundern aus Carbon, sondern eine von Ron Holland designte Swan 441 R, die 1979 (!) gebaut worden ist. 1997 hat BB dann eine vollwertige Inneneinrichtung erhalten. Glücklicherweise sind alle Möbel aus superleichtem Divinycell gebaut worden – dennoch schick mit Echtholzfurnier! Highlight sind Bar und Kaminofen im Salon. Damit ist BEST BUDDIES unter allen Cruiser/Racern ein sehr ungewöhnliches Schiff! 

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Glückwunsch an die BEST BUDDIES-Crew!

Die Yacht segelt seit 2013 mit einer kompletten Garderobe von QUANTUM SAILS und unser Sven Krause ist so etwas wie Sailing Master für die Crew der Yacht. Sven war bei vielen Regatten an Bord. Wir möchten in diesem Blog-Artikel die spannende Geschichte der BEST BUDDIES erzählen, wie die Yacht ab 2013 unter neuer Eignerschaft für den Regatta-Einsatz aus- und umgerüstet wurde und wie sie weiterentwickelt wurde. Eine Botschaft jedoch wollen wir gleich ganz am Anfang dieses Artikels hervorheben: Die konstant guten Rennergebnisse von BEST BUDDIES und nicht zuletzt der Gewinn des Aegean 600 beweisen, dass auch sogenannte „GfK-Klassiker“ – mit immerhin 46 Jahren auf dem Buckel – durchaus ganz vorne im Regattazirkus mitmischen können! Kommen Sie mit an Bord.

Vom Stripped-out Racer zum Racer-Cruiser

Die Geschichte der BEST BUDDIES beginnt 1979 mit ihrem Bau bei Nautor´s Swan. Damals wie heute stehen die finnischen Yachten für top Design, eine hochwertige Bauausführung und vor allem, für beeindruckende Performance. Den Namen Ron Holland müssen wir in diesem Zusammenhang sicherlich nicht erklären. Was BEST BUDDIES angeht, so setzen die ersten Eigner noch einen drauf: Die Yacht wird komplett ohne Interieur ausgeliefert, ist also als reiner Racer konzipiert, damals auch für die Admiral´s Cup-Teilnahme. Susann und Kay Wrede, letzterer der Bruder von Peter Wrede, erwerben das Boot Ende der Neunziger zusammen mit Freunden. Daher der Name BEST BUDDIES. Irgendann wird die Yacht verkauft, aber Susann und Kay kaufen sie bald zurück. Und versprechen ihrem Schiff, es nie wieder zu verkaufen!

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Klassiker? Sehr wohl - und was für einer!

Schon damals führen Susann und Kay Wrede die gute Tradition der Yacht fort und nehmen an allerlei Regatten teil, durchaus mit Gewinn-Ambitionen und motivierter Crew. Doch das Projekt zündet noch nicht so richtig. Und so wird irgendwann Sven Krause eingeladen, mit Sachverstand, Segelkompetenz und der notwendigen Kreativität BEST BUDDIES aus Segel-Sicht zu unterstützen. Sven erzählt, dass alles mit einem Spinnaker startet: „Nach einer Trainings-Session gab ich das zwar etwas großspurige, aber dennoch ernstgemeinte Versprechen ab, dass BB mit neuen Quantum-Spis einen Knoten schneller segeln würde …“ Gesagt, getan. Die Performance zog spürbar an, von da ab waren Sven und QUANTUM SAILS gesetzt.

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Mit den ersten QUANTUM-Segeln beginnt es zu laufen

Was folgt ist eine Phase, die geprägt ist durch das genaue Vermessen, Konzipieren und Produzieren einer komplett neuen und genau auf BEST BUDDIES abgestimmten Segel-Ausstattung. Dass gleichzeitig ein Carbon-Rigg angeschafft wird, vergrößert den Spielraum und die Trimm-Möglichkeiten: QUANTUM SAILS liefert nach und nach die neuen Segel. „Und so ging es im Prinzip los“, erinnert sich Sven: „Wir begannen, mit BEST BUDDIES vorne mitzusegeln. Es folgten sehr gute Rennergebnisse und sogar der eine oder andere Pokal.“ Die Yacht und ihr unverwechselbarer Name werden zu gerne gesehenen und respektierten Gegnern auf den Regatta-Kursen.

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BEST BUDDIES mit voller Crew bei einem Fastnet Race

Nordseewoche, Gotland Rundt oder das Fastnet Race werden von BEST BUDDIES ebenso gerockt, wie mehrere Middle Sea Races, Swan Cups, Giraglia und das Caribbean 600. Die längste Regatta war die NRV-Jubiläumsregatta über den Atlantik von Bermuda nach Hamburg! Ein sehr ambitioniertes und aufwändiges Programm! Und nun eben das Aegean 600 – mittlerweile ebenfalls durchaus als Klassiker zu bezeichnen und mit 605 Seemeilen ebenso lang ist wie der originale Fastnet-Kurs – der Offshore-Klassiker schlechthin.

Segel-Power Dank Fusion M und maßgeschneidertem Spinnaker-Setup

Bevor wir ins Rennen selbst einsteigen, schauen wir uns die Segelgarderobe von BEST BUDDIES einmal genauer an. Selbstverständlich haben sich Kay und Crew bei der Wahl des Segeltuches für die Amwind-Segel für unsere Racing-Laminate Fusion M entschieden. Die Materialeigenschaften dieser Segel sind gerade für den Regatta-Einsatz optimal: Perfekte Segelshapes sorgen für maximalen Vortrieb, die Segel sind sehr gut trimmbar und reagieren auf kleinste Veränderungen. BEST BUDDIES fährt überlappende Genuas bis 136% LP – nicht ganz so groß, wie es 1979 üblich war, aber dafür besser für das Rating in ORC und IRC. Das “Rating Game” zu beherrschen und die Schiffe der Kunden für ORC oder IRC zu optimieren gehört für Segelmacher zu den Kernkompetenzen. Groß- und Vorsegel sind natürlich aus Fusion M

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Die Swan 441 R im Aegean 600: Ein hoch anspruchsvolles Rennen!

Das Loft in Flensburg liefert die Segel. Besonders hervorzuheben ist das aktuelle Offshore-Großsegel der BEST BUDDIES: Dieses hat schon richtig Meilen gemacht, wie Sven Krause erzählt: „Das Segel hat das Transatlantik-Rennen 2018 hinter sich und einige weitere Langstrecken, die das Schiff danach gesegelt ist. Alles harte Regatten am Belastungslimit. Jetzt ist es schon einige Jahre an Bord und hat sicherlich einige tausende Seemeilen auf dem Buckel.“ Auch nach dem Aegean 600 lautet das Feedback von Bord: Das Segel ist in einem absoluten Top-Zustand! Es beweist, dass die hervorragenden Materialien des Fusion M7-Segels (in diesem Fall mit einer VX-Oberfläche) und sorgsamer, pfleglicher Umgang trotz hartem Regatta-Einsatz eben doch sehr langlebig sind!

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"Von 0 bis 35 Knoten war alles dabei!"

Neben den Amwind-Segeln ist BEST BUDDIES für das Aegean 600 mit drei symmetrischen Spinnakern an den Start gegangen: S1, S2 und S4. Dabei werden Segel mit geraden Zahlen als “Runner” bezeichnet, die sind also vor ausgesprochene Vorwind-Kurse optimiert. Segel mit ungeraden Zahlen sind für Reaching-Kurse konstruiert. Je kleiner die Zahl, desto geringer die Windgeschwindigkeiten, bei denen sie zum Einsatz kommen – was im übrigen auch für die asymmetrischen Gennaker gilt.

Im Glutofen durch den Meltemi

Das Aegean 600 gilt als besonders anspruchsvolles Mittelmeer-Rennen. Das liegt vor allem an dem wunderschönen Kurs dieses jungen Klassikers. Gestartet wird etwa 70 Kilometer südlich von Athen am Kap Sounios, passenderweise in Sichtweite des Poseidon-Tempels. Es geht dann nach Süd-Südosten durch die Ägäis, wobei man die Insel Milos (wie die Venus von Milo gefunden wurde) an Backbord zu lassen hat. Gleiches gilt für die wunderschöne Insel Santorini. Am südlichen Ende des Kurses umrundet man Kasos und Rhodos ebenfalls an Backbord, ehe es zurück auf Nord-West-Kurs in das Gewirr der Ägäis geht.

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Skipper Kay Wrede an Bord seiner BEST BUDDIES

Das Rennen ist 2025 von dem ganzen Spektrum erwartbarer Winde und Wetterbedingungen geprägt. Wie Skipper Kay Wrede es sagt: “Von 0 bis 35 Knoten war diesmal alles drin!“ Besonders hat die große Hitze allen zu schaffen gemacht, die an Bord von BEST BUDDIES bis zu 40 Grad im Schatten erreichen konnte. Gepaart mit einer fast 100%igen Luftfeuchtigkeit unter Deck waren dies bisweilen harte Bedingungen. Verstärkt wird das ganze dann von einem wütenden Meltemi mit kurzen Wellen, der für jede Menge überkommendes Wasser und entsprechend nasses Segeln an der Kreuz sorgt. Und auch nachts kommt kaum Abkühlung – geschweige denn etwas weniger Rennstress. Aber die BEST BUDDIES ist ein “Nightfighter” (so werden die Buddies in einem Kommentar bezeichnet) und punkten bei deisem Rennen gegen ihre Gegner vor allem in der Nacht!

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Auch nachts: Volle Konzentration und immer am Limit

Das heißt: Es war eine absolute Crew-Leistung, die BEST BUDDIES in einem hochkarätigen Feld an die Spitze zu segeln. Zahlreiche Segelwechsel, genaue Kenntnis des eigenen Schiffes und seines Potentials und Geduld, wenn es nötig war. Natürlich müssen auch Kurs und Timing passen: So konnte BEST BUDDIES mit ihren Spinnakern oft tiefer und näher an der Rhumb-Line fahren, als ihre Gegner mit Gennaker. BB hat so wertvolle Meilen gespart. Und am Wind kreuzen kann ein Schiff dieses Alters sowieso!

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Aufmerksam segeln, stetig taktieren!

Crew, Taktik und die Segel sind für den Regatta-Sieg entscheidend

Am Ende, das bestätigen Susann und Kay Wrede ausdrücklich, war es der unermüdliche Einsatz der Crew, der diesen Sieg ermöglicht hat. Hartnäckig stellt sich die Crew an Bord dem widrigen Wetter, das Poseidon dem Teilnehmerfeld entgegen wirft – und wird belohnt. Wie gesagt: Es gab noch nie einen (deutschen) Sieg beim Aegean 600 in IRC und ORC gleichermaßen – und wir beglückwünschen die Crew ganz, ganz herzlich zu diesem grandiosen Sieg!

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Hochverdient - dank perfekter Crew-Arbeit und Top-Equipment

Natürlich spielen Segel bei einer Segelyacht die entscheidende Rolle. Das Beispiel von BEST BUDDIES zeigt, wie eine kontinuierliche Entwicklung, Erfahrung und stetige Anpassungen zu großen Verbesserungen der Performance führen. Gerade Segler auf Serienyachten, die mit den OEM-Segeln der Werften ausgestattet sind, verfügen oftmals über riesiges Potenzial, die Segelleistungen ihrer Boote wie mit einem Booster zu verbessern. Und da muss es nicht einmal um das Gewinnen von Regatten gehen, wie bei BEST BUDDIES: Auch als Fahrtensegler werden Sie sich über mehr Agilität und Segel-Power freuen, versprochen! Und was macht die Crew von BEST BUDDIES? Nach der Regatta ist vor der Regatta! Und schon kommen die ersten Ideen für die nächsten Events… – Sydney-Hobart, das wäre doch mal etwas …?! Aber erst einmal wird BB in den griechischen Inseln cruisen!

by Lars Reisberg Lars Reisberg

Zickzack, Triple- und Geradstich: Jette hat es drauf

Unsere neue Segelmachermeisterin ist spezialisiert auf Persenninge, Sprayhoods & mehr

Über die Wintersaison, vor allem aber jetzt im Frühling, laufen bei uns Segelmachern die Industrie-Nähmaschinen heiß: Bevor Sie Ihre Boote in den kommenden Wochen nun ins Wasser kranen, wird bei uns alles, was aus Persenningstoff hergestellt, auf Vordermann gebracht. Mit Jette verstärkt QUANTUM SAILS Germany diese Kompetenz.

Draußen steigen langsam die Temperaturen. Die Sonne lässt sich wieder für viele Stunden am Stück blicken, es blüht an den Bäumen und auf den Wiesen. Morgens zwitschern die Vögel – der Frühling ist nun nicht mehr aufzuhalten. Juckt es Ihnen als Segler auch so in den Fingern? Endlich wieder raus! Endlich wieder an Bord, die Segel hoch und ablegen! Allerdings: Vorher muss das Boot aus dem Winterlager und wieder klar gemacht werden. Für uns Segelmacher heißt das: Volle Auslastung!

Segelmacher-Meisterin mit einem kräftigen Schuss Kreativtiät

Damit wir den momentanen Kunden-Ansturm bewältigen können und auch die generell gestiegene Nachfrage nach Boots-Ausrüstungsteilen aus Persenningstoff, haben wir bei QUANTUM SAILS Deutschland unser Team verstärkt: Kein Scherz, am 1. April hat Jette in unserem Flensburger Loft angefangen.

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Unsere neue Segelmacher-Meisterin: Jette bei QUANTUM SAILS

Wir freuen uns sehr, dass die gebürtige Neustädterin nun zum Team in Wees/Flensburg gehört und damit unsere drei Segelmacher vor Ort perfekt ergänzt. Wir konnten gerade nach den Corona-Jahren einen gestiegenen Bedarf an Persenning-Arbeiten feststellen. Sei es Reparaturen von bestehenden Sets oder bei Neuanfertigungen. Mit Jette sind wir noch breiter aufgestellt, können schneller reagieren und Ihre Aufträge fertigstellen.

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... und gleich ran an die Arbeit!

Jette ist nicht nur gelernte Segelmacherin. Sie ist Segelmacher-Meisterin. Ihre Ausbildung absolviert Sie in ihrer Geburts- und Heimatstadt Neustadt in Holstein, bei unserem QUANTUM SAILS-Partner Detlef Jensen. Lernen vom „alten Hasen“, direkt bei den Kundenbooten der größten Ostsee-Marina Deutschlands. Jette kann so ungewöhnlich viel Erfahrungen direkt mit den verschiedenen Yachttypen und Produkten eines Segelmachers sammeln. Dank der Top-Schule von Detlef Jensen und viel Eigeninitiative macht sich die 25-Jährige schnell einen Namen als Fachfrau für Boots-Persenninge. Eine Kompetenz, die wir dringend in Flensburg gesucht haben …

Jette reitet den Dolphin

Zur Segelei kommt sie vergleichsweise spät, sagt sie: Erst vor knapp 10 Jahren beginnt sie, aktiv bei Freunden und im Verein zu segeln. Auch hier: Ihre schnelle Auffassungsgabe, das aktive Anpacken und viel Talent machen sie schnell zur gerne gesehenen Stammbesatzung an Bord „ihres“ Dolphin 81: „Ich segle alles gern mit, gern auch im Regatta-Modus“, sagt sie. Von Mittwochsregatta bis Cup, Steuerfrau Jette hat alles im Griff.

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Steuerfrau Jette im Dolphin

Ob schneller Nachmittags-Run um die Ansteuerungstonne oder heißes Renn-Feeling bei Match-Race: Jette bringt kaum etwas aus der Ruhe. Sie hält sich eher im Hintergrund, beobachtet, wägt ab, begreift. Dabei bleibt sie stets aufmerksam und weiß ganz genau, wo sie angreifen kann oder wo man ihre Hand braucht. Dabei gibt es kaum eine Situation, bei der sie nicht mit ihrem offenen, herzlichen und ansteckenden Lächeln mitreißen kann – Eigenschaften, die auch in unserem Loft sehr gut passen.

Beruf Segelmacher: Kreativität und Freiheit

Zum Segelmacher-Beruf ist Jette eher über Umwege gekommen. Denn anders, als bei so vielen „Küstenkindern“ war bei ihr das Segeln nicht unbedingt in die Wiege gelegt. Sie sagt, dass sie nach der Schule durchaus lange am Überlegen war, was sie nun machen sollte. „Nähen hat mir irgendwie immer Spaß gebracht“, sagt sie – und lächelt dabei wieder keck. „Über drei Ecken bin ich dann irgendwie auf den Beruf des Segelmachers aufmerksam geworden.“

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Kreatives Arbeiten an einem Schnittmuster

Dass ein Segelmacher viel an der Industrie-Nähmaschine sitzt, um beschädigte Segel zu reparieren oder neue Segel zusammen zu bauen, das war Jette klar. Allerdings, anders, als die Berufsbezeichnung es vermuten ließe, steckt dieser voller Kreativität. „Mir war anfangs gar nicht klar, dass Segelmacher noch so viele andere Produkte herstellen, als nur Segel“, sagt sie: „Der ganz Bereich Persenninge – das ist dann genau die kreative Spielwiese gewesen, die ich immer gesucht habe!“

Jette´s Fokus auf Persenning-Reparaturen und Neubau

Sie wissen als erfahrene Segler und Bootsbesitzer natürlich ganz genau, dass Ihr Boot mindestens eine Sprayhood, ein Lazy-Bag für das Großsegel und eine Fock-Persenning benötigt. „Da steckt so viel kreative Freiheit drin“, sagt Jette begeistert: „Allein, wenn man sich die Planung einer Sprayhood anschaut!“ Hier kann die junge Frau schon in der Ausbildung ihre eigenen Ideen mit den Hinweisen und Wünschen der Kunden verbinden. Denn der Bau einer maßangefertigten Sprayhood ist alles andere, als Standard-0/8/15.

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Fingerfertigkeit an der Nähmaschine

Dass es wunderbar ist, mit Segelbooten zu arbeiten, das wird jeder Segelmacher bestätigen: An der frischen Luft sein, mit verschiedensten Bootstypen in den schönsten Marinas und Häfen der Umgebung. Jette sagt, ihr macht auch der Kontakt mit den vielen Eignern Spaß: „Jeder ist anders. Jeder segelt anders und hat daher auch unterschiedliche Ansprüche an unsere Produkte.“ Mehr Haltegriffe, stärkere Nähte, eine andere Form oder die Aufteilung der Sichtfenster – mit den Kunden gemeinsam die neuen Sprayhoods, Persenninge oder auch Winterlagerplanen zu besprechen, ihr Feedback mit den eigenen kreativen Ideen zu verbinden, „da kommt dann alles zusammen, was mir Spaß macht.“, sagt sie.

Es sind die Details, die zählen

Viele Segler, vor allem jene, die gerade ein nagelneues Boot gekauft haben, wissen oftmals gar nicht, welche Möglichkeiten solch „einfache“ Ausrüstungsgegenstände, wie Persenninge oder Sprayhoods haben. „Die geringe Qualität so mancher Werft-Sprayhood ist doch schon erstaunlich“, kann Jette berichten. „Von den verwendeten Stoffen über die Garnstärke der Nähte bis zur nicht vorhandenen Passform … gruselig!“ Profis wie Jette sehen von Weitem, welche Sprayhood sitzt und welche nicht.

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Langsam entsteht ein neues Produkt

Dass die Sprayhood, das Bimini oder der Lazy-Bag absolut faltenfrei am Boot angebaut und sitzen sollte, ist für Jette nicht nur eine Selbstverständlichkeit, sondern eine Frage der Berufsehre: „Wer sich beim Schneider einen Anzug fertigen lässt, der würde doch auch keine unschönen Falten zulassen, oder?“ Bei einer Persenning aber, hat dieser Anspruch zudem einen ernsten Hintergrund: Falten sind Angriffspunkte für Wind und Wetter. Flattern kann zu Materialermüdung und Rissen führen, in Falten sammelt sich Dreck, Spak und Algen. „Es freut mich zu sehen, dass Segler mit der Zeit auch lernen, auf diese Dinge acht zu geben.“, sagt sie: „Wenn wir dann mit Reparaturen oder Korrekturen nicht mehr weiterkommen, wird immer mehr und gern in eine Maßanfertigung investiert. Und an der hat man dann garantiert viele Jahre mehr Freude.“

Willkommen im Team, Jette!

Wir freuen uns, Jette mit ihrer freundlichen, aufgeschlossenen Art im Team von QUANTUM SAILS Deutschland begrüßen zu können! Wenn auch Sie die Reparatur, Erneuerung oder Neuanfertigung einer Persenning für Ihre Segelyacht planen, kontaktieren Sie uns bitte gern jederzeit: Vom Aufmaß (auch direkt an Bord Ihres Bootes), über die Planung, die Anfertigung und natürlich den Anbau Ihres neuen Schmuckstückes berät Sie auch Jette gern! „Es ist fantastisch, wie viele tolle Stoffe und Materialien es gibt! Von den Farben mal abgesehen, kann man mit einer neuen Sprayhood, dem passenden Beinkleid und einer neuen Fock-Persenning seinem Boot einen ganz neuen, individuellen Charakter verleihen!“, bestätigt sie.

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Willkommen im Team, Jette 🙂

Übrigens sind wir Segelmacher nicht nur exklusiv für Segelboote im Einsatz: Auch eine Motoryacht hat viele Persenninge an Bord: Von den Polster- und Fahrstand-Abdeckungen der Flybridge über die klassische Kuchenbude bis zur vollen Bootspersenning können unsere Segelmacher auch Skippern von Motorbooten schicke, maßgefertigte (und selbstverständlich faltenfreie sitzende) Lösungen anbieten: Kontaktieren Sie uns bitte gern für ein unverbindliches Beratungsgespräch.

by Lars Reisberg Lars Reisberg

Farbwahl und Gestaltung Ihres QUANTUM SAILS Gennaker

Mit dem Coloring Tool oder unserer Download-Vorlage zu Ihrem individuellen Gennaker-Design

Herrlich flache See. Es geht ein leichter Wind. Sie segeln tief: Traumbedingungen für den Gennaker! An einem warmen Sommertag gibt es kaum etwas Schöneres, als den asymmetrischen Spinnaker hochzuziehen und auch dann flott unterwegs zu sein. Vor allem dann, wenn andere schon die Maschine anwerfen müssen. Zudem sind die bunten Leichtwindsegel wunderschön anzusehen – und genau darum soll es in diesem Artikel gehen. Gennaker-Design Time!

Die bunten Spinnaker in all ihren Variationen (LINK) sind nicht nur besonders leistungsfähige Segel für Leichtwind-Phasen, sondern visuelle Statements. Dabei ist der Grund, warum sie gern in besonders quietschigen Farben gebaut werden, ein ganz einfacher: Sicherheit!

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Schick, aufmerksamkeitsstark und leistungsfähig: Gennaker!

Die großen Blister mit ihren beeindruckend großen Flächen können durchaus dem Steuermann und der Crew einen Teil der Sicht in den bugwärtigen Lee-Bereich des Bootes nehmen. Segler wissen, dass sie unter Gennaker besonders aufmerksam Ausschau halten müssen. Um die passive Sicherheit zu erhöhen, hat man deshalb schon früh diese Segel in Signalfarben angefertigt: So wird man von den anderen Skippern viel besser gesehen! Wir empfehlen Eignern daher auch heute noch, die Farbwahl für ihre Gennaker auch unter diesem Aspekt zu betrachten.

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Wie bunt soll Ihr neuer Gennaker sein?

Da moderne Gennaker heutzutage aus sehr leichten Nylon-Materialien bestehen, sind sie auch in allen möglichen Farben erhältlich. Bei QUANTUM SAILS bieten wir für den Einsatz auf einem Cruising-Boot eine breite Auswahl hochwertiger Materialien an. Alle sind sehr widerstandsfähig und reißfest, haben dabei aber auch ein niedriges Gewicht. Welches Tuch für Ihren Einsatz optimal ist klären unsere Segelberater gern in einem unverbindlichen Beratungsgespräch – mehr Informationen dazu finden Sie auch hier.

Doch zurück zum Design …

So gestalten Sie selbst Ihren individuellen Gennaker

Wenn Sie für Ihr neues Leichtwindsegel eine einzige, einfache Farbe im Kopf haben, ist die Wahl natürlich sehr einfach. Da wir aber jede einzelne Bahn, aus der ein solcher Gennaker zusammengesetzt ist, in einer anderen Farbe anfertigen können, bieten sich unzählige, tolle Kombinationen an. Sie wollen ein wenig experimentieren? Nutzen Sie unser Coloring Tool auf Quantums internationaler Webseite:

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Nutzen Sie das Coloring Tool

Mit diesem Online-Werkzeug können Sie Ihr individuelles Design entwickeln. Einfach einen Gennaker-Typ und Tuch wählen. Jetzt noch die Farbe anklicken und Sie können Ihr Layout Bahn für Bahn bunt machen. Das macht Spaß – und gibt einen ersten Eindruck, wie Ihr neuer asymmetrischer Spinnaker am Ende aussehen kann. Die im Tool vorgehaltenen Farben sind nicht Ihre? Dann nutzen Sie gern unsere Download-Vorlage:

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Klicken Sie auf das Bild für den Download

Drucken Sie sich diese Datei daheim aus und legen Sie auf die althergebrachte Weise mit Buntstiften oder Fasermalern los. Übrigens: Wenn Sie Kinder an Bord haben, ist das ein großer Spaß für segelnde Eltern! Denn Ihre Kids am neuen Boot teilhaben zu lassen, deren Fantasie zu nutzen und ihnen das Gefühl zu geben, dass sie mitentscheiden können, motiviert ungemein! Sehr gern können Sie Ihre Skizzen und Farbvorschläge dann zu Ihrem Beratungsgespräch bei uns in das Loft mitbringen. Oder Sie senden uns einfach einen Scan Ihrer Ideen per E-Mail und whatsapp.

Klassisch, Streifen oder uni? Wie sieht Ihr neuer Gennaker aus?

Auf den obrigen Fotos können Sie ein Gennaker-Design sehen, das sich an die klassischen Spinnaker von damals hält. Sternförmige Farbverläufe waren gang und gäbe. Noch heute kombinieren viele Segler diesen Look mit ihren Yachten, vor allem, wenn sie auf ebensolchen „Klassikern“ unterwegs sind. Er passt aber durchaus auch zu modernen Fahrtenbooten, finden Sie nicht auch?

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Auch gern genommen: Vertikales Streifen-Design

Gennaker mit horizontalen Streifen-Designs sind auch sehr beliebt. Hier kann man durchaus die Nationalfarben seines Lieblingslandes nachstellen oder, wie es Holländer gern machen, auch die des eigenen Landes. Die Hauptsache ist, dass es Ihnen gefällt und für andere Segler gut sichtbar ist. Daher sind Farben mit hoher Signalwirkung und auch großem Kontrastgefälle zueinander sehr zu empfehlen, wie beim Gennaker im obrigen Bild zu sehen. Am meisten aber sieht man aber die einfarbigen Gennaker.

Gennaker „von der Stange“?

Als Segelprofis und Experten können wir Ihnen nur davon abraten, sogenannte „Stangenware“ zu kaufen! Segel dieser Art sind meist schon bei Materialwahl und Verarbeitung auf „möglichst billig“ getrimmt. Hinzu kommt, dass solche, nur in groben Einheitsmaßen angebotenen, Segel niemals richtig zu Ihrer individuellen Vorstagslänge passen. Oder die Aspect-Ratio (Höhen-Seiten-Verhältnis) funktioniert alles andere als gut. Also lieber Finger weg vom Billig-Genni! Viele Werften bieten wiederum beim Kauf eines Neubootes passende Gennaker an. Diese Segel sind dann zwar schon eher auf die betreffende Yacht abgestimmt – aber dann wiederum meist nur in einer oder ganz wenigen Standardfarben erhältlich.

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Klassisch einfarbiger Gennaker. In Ihrer Lieblingsfarbe!

Daher raten wir Ihnen, in jedem Fall ein maßgeschneidertes Segel beim Segelmacher Ihres Vertrauens zu kaufen: Und das dann in Ihrer ganz individuellen Lieblingsfarbe! Denn neben den ästhetischen Aspekten sollten Ihr Segel noch einfach zu bedienen sein (Stichwort: Bergeschlauch oder Furling-Gennaker. Hier gibt es natürlich auch immense Unterschiede „von bis“. Ein QUANTUM SAILS-Gennaker wird beispielsweise immer mit den hochwertigen, einfach zu bedienenden und lange haltbaren Bergeschläuchen von ATN kombiniert. Bei den Furler-Anlagen verbauen wir nur Markenqualität: Billige OEM-Angebote gibt es bei uns nicht.

Gennaker bedrucken lassen: Ist das teuer?

Sie möchten einen Schritt weitergehen und ein ganz eigenes Design auf Ihren Gennaker bringen? So ein Ansatz lohnt sich für Renn-Yachten, die ihre Sponsoren zeigen möchten, wird aber auch gern von Eignern größerer Yachten genutzt, besondere Logos oder Grafiken auf die Gennaker zu drucken. Ist das teuer? Ja und nein. Wir bieten bei QUANTUM SAILS einen speziellen Service an, bei dem unsere Segeldesigner Ihr Design bearbeiten und so vorbereiten, dass die einzelnen Bahnen, aus denen das Segel dann zusammengesetzt wird, auch punktgenau mit den „Puzzlestücken“ Ihrer Grafik bedruckt werden.

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Das können wir auch! Gennaker bedrucken.

Was kostet es, einen Gennaker bedrucken zu lassen? Dieser Service ist individuell und nicht einfach zu schätzen. Einen einfachen weißen Gennaker zu bedrucken, je nach Anzahl der Druckfarben, wird zwischen 100 und 250 Euro pro bedrucktem Quadratmeter kosten. Je nachdem, wie groß die Werbewirkung Ihres Logos sein soll, kann sich das also durchaus rechnen. Fragen Sie bitte gern unseren Design-Service an.

Warum ein Gennaker von QUANTUM SAILS?

Zunächst einmal gehört für uns das Leichtwindsegel zu einer Standard-Segelgarderobe an Bord eines jeden Segelbootes ganz normal dazu. Viele Neueinsteiger behandeln Gennaker, Code-0 oder AWA-Segel noch immer so, als wären dies ganz besondere Segel, als seien sie zusätzliche Ausstattung. Das sind sie nicht! Die Mär von der „schwierigen Bedienung“ mag auf den alten Spinnaker womöglich noch zutreffen, für die modernen asymmetrischen Spis, vor allem in Kombination mit hochwertigen Furlern oder Bergeschläuchen, aber ganz sicher nicht!

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Ein Gennaker gehört einfach zur Segel-Garderobe dazu.

Durch die persönliche und individuelle Beratung bei QUANTUM SAILS, gegebenenfalls einem Vor-Ort-Termin mit genauem Aufmaß Ihres Bootes, können wir Ihnen maßgeschneidert und 100% passend Ihr ganz individuelles Leichtwindsegel entwerfen. Kommt das Segel dann nach der Fertigung bei uns in Flensburg an, wird es durch uns selbstverständlich peinlich genau geprüft.

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Sven Krause checkt einen neuen Gennaker persönlich

Dabei entfalten wir die Segel komplett in unserem Loft. Wir haben dazu spezielle Aufhängungen konstruiert. Das Tuch wird nun Bahn für Bahn und Naht für Naht auf mögliche Produktionsmängel kontrolliert. Diese sind zwar sehr selten, denn in den QUANTUM SAILS-Produktionsstätten herrscht eine rigorose Qualitäts-Sicherung, können aber auftreten. Unsere Segelmacher reparieren dann direkt. Dann wird Ihr neuer Gennaker soweit vorkommissioniert, dass Sie ihn an Bord nur noch hochziehen müssen.

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Das können Sie sicher nicht an Bord ...

So wird von uns beispielsweise der Gennaker in den Bergeschlauch verbracht – eine Arbeit, die auf dem Steg oder an Bord auf dem engen Vordeck doch recht anstrengend sein kann. Und bei Wind auch nicht unbedingt Spaß macht. Wenn unsere Kunden es wünschen, liefern wir den Gennaker dann persönlich und direkt an Bord an – und helfen beim ersten Mal hissen, vielleicht auch beim Einsegeln des neuen Blisters.

Holen Sie sich ein Angebot für Ihren QUANTUM SAILS-Gennaker

Sie haben Bedarf an einem neuen Leichtwindsegel? Dann lassen Sie sich gern ein unverbindliches Angebot von unseren Segel-Beratern erstellen. Hier kommen Sie zum Anfrageformular. Ein Besuch in unseren Lofts kann sich auch lohnen: Wir haben dort Muster der verfügbaren Gewebequalitäten sowie ganz sicher immer einige Gennaker vor Ort, um Ihnen die unterschiedlichen Aspekte und auch das so wichtige Zubehör an einem echten Segel zu demonstrieren.

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Wann liefern wir Ihnen Ihren Gennaker?

Starten Sie in die neue Saison mit einem Gennaker von QUANTUM SAILS – mit einem individuellen, frischen Design nach Ihren Wünschen, in Ihrer Lieblingsfarbe oder mit einem besonderen Aufdruck! Mehr zum Thema Leichtwindsegelei lesen Sie in diesem Artikel: „Das Segel für alle Raumschotkurse“

by Lars Reisberg Lars Reisberg

QUANTUM SAILS als Teil der North Technology Group

Ein Zusammenschluss der besten Wassersport-Marken der Welt

Die Nachricht ist nicht wirklich neu. Und um ehrlich zu sein für Sie als Segler nicht wirklich lebensverändernd. Weil aber die Integration von QUANTUM SAILS in die North Technology Group (kurz: NTG) immer wieder zu der einen oder anderen Frage führt, möchten wir in diesem Artikel die Fakten zu diesem Thema berichten.

QUANTUM SAILS ist im Jahr 1996 von einer Gruppe erfahrener Segelmacher in den USA und Europa gegründet worden. Das Ziel war und ist bis heute, Seglern die besten Segel in puncto Performance und Haltbarkeit zu liefern. Dabei liegt der Fokus von QUANTUM SAILS besonders auf Design-Expertise und laufender Validierung auf dem Wasser, Produktion in eigenen Loften und globalem Top-Service. In den annähernd 30 Jahren seit der Gründung unserer Marke konnte sich QUANTUM SAILS als eine der führenden Segelhersteller weltweit etablieren. Sven Krause selbst ist seit 15 Jahren für QUANTUM SAILS in Deutschland aktiv und erfolgreich.

North Technology Group: Führende Marken unter einem Dach

Die Ursprung der North Technology Group ist der  1957 weltbekannte Segelmacher North Sails. Heute ist die North Technology Group eine vielfältige Unternehmensgruppe, die in viele Bereichen der maritimen Industrie investiert. Dazu gehören unter anderem die Bekleidungsmarken Mystic und North Sails, die beiden führenden Hersteller von Carbon-Masten Southern Spars und Hall Spars oder die Marke für Regatta-Elektronik, Sailmon. „Wichtig ist“, so Sven Krause, „dass QUANTUM SAILS eben nicht übernommen wurde oder an die NTG verkauft worden ist. Der bisherige Eigentümer von QUANTUM SAILS hat seine “Assets” wie man neudeutsch sagt, in die NTG eingebracht. Und ist jetzt mit etwa 10% an NTG beteiligt! “ Zudem ist es Sven wichtig, ebenso wie auch den Kollegen von North und Doyle, dass sich an den Produkten und Marken nichts ändern wird: „Es wird weiter harten Wettbewerb geben! QUANTUM bleibt QUANTUM, North bleibt North, Doyle bleibt Doyle!“ 

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Die NTG vereint viele Marken: Nun auch QUANTUM SAILS

Die Marken, und wichtiger noch, die Produkte, werden weiterhin vollkommen unabhängig voneinander entwickelt und produziert. Das heißt, dass die Verantwortung für neue Segel, neue Materialien und Designs wie bisher auch weiterhin bei den einzelnen Unternehmen bleibt. Das ist wichtig für Sie als Segler, denn damit behalten alle Produkte im Kern ihren Charakter und individuellen Eigenschaften. Sven Krause sagt: „Wir werden uns weiterhin als knallharte Konkurrenten mit den Produkten und Services von North Sails und Doyle messen. Daran besteht kein Zweifel. Allerdings werden bei der NTG – quasi ganz am Anfang der Wertschöpfungskette – die Stärken und Erfahrungen aller drei Marken dazu beitragen, Prozesse zu optimieren, Synergien zu schaffen und damit und unseren Kunden nützen.“

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In den Lofts wird sich nichts für Sie ändern

Denn dieser Zusammenschluss in der North Technology Group hat durchaus seinen Sinn: Mit Blick auf steigende Kosten, Inflation und den hohen Preisdruck wird NTG vor allem auf der Einkaufsseite Synergien schaffen. Zudem bringt jede Marke ganz eigenes, spezielles Wissen und viel Erfahrung ein, die den anderen zugute kommen können.

Das ändert sich für sie: Nichts.

Es ist nochmals wichtig zu erwähnen, dass sowohl QUANTUM SAILS als auch Doyle und North Sails und in ihren Firmenstrukturen unverändert bleiben: Produktentwicklung, Marketing, Produktion, Vertrieb, Service – alles bleibt erhalten. Sven Krause: „Die einzelnen Lofts an den Standorten und die Segelberater, zu denen Sie als Segler oftmals lange Jahre intensive Beziehungen aufgebaut haben, bleiben alle wie sie sind.“ Man muss also keine Angst haben, das nun eine einzige „Supermarke“ entsteht, weil alles zusammengelegt wird. „Im Gegenteil: Konkurrenz zwischen uns ist weiterhin gewollt und erwünscht.“ 

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Weiterhin für Sie ganz hart am Wind!

Auf den Regattabahnen dieser Welt werden sich die Teams von QUANTUM SAILS, North Sails und Doyle weiterhin keinen Zentimeter an der Tonne lassen. „Im Loft selbst werden Sie als Kunde sowohl bei uns wie auch bei den Kollegen nichts spüren.“, so Krause. Was QUANTUM SAILS angeht, steht für Sven fest, dass „die Liebe zum Segeln, die schon immer im Kern unserer Marke steht, auch weiterhin die Entwicklung, die Produktion und den Service unserer Segel antreiben wird!“

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Kontaktieren Sie Sven Krause gern bei Fragen

Im Grunde, so Krause, kann also eigentlich nur Gutes aus dieser Partnerschaft erwachsen. In der Wirtschaft gibt es zahllose Bespiele für erfolgreiche Multimarken-Strategien, resümiert Sven. Wenn die einzelnen Marken ihren ganz eigenen Charakter behalten dürfen, können diese sich unter einem solchen Dach einer starken Familie erfolgreich weiter entwickeln. Beste Aussichten also in unruhigen Zeiten!

Mehr zur North Technology Group finden Sie hier auf der Website

Wenn Sie Fragen haben, rufen Sie uns bitte gern an oder schreiben eine Email

by Lars Reisberg Lars Reisberg

LUCA & LUCA AUF PLAY HARDER

Haltbarkeit und Performance von QUANTUM SAILS Racing-Laminaten

Rennyachten und Segelboote im regelmäßigen Regattabetrieb sind hohen Belastungen ausgesetzt. Das Material wird oftmals an die Belastungsgrenze getrieben – der Sieg im Finish, der Infight an der Tonne oder auch der harte Amwind-Sprint verlangen von der Crew wie auch dem Boot weitaus mehr ab, als viele Fahrtenyachten in ihrem ganzen Leben leisten müssen.

Daher ist für QUANTUM SAILS sowohl international wie auch national das Engagement im Rennbereich so wichtig: Denn damit wir unsere Materialien, Segelkonstruktionen und Designs regelrecht auf Herz und Nieren austesten können, ist das Feedback der Regattacrews Gold wert. Das sind die Erfahrungswerte, die auch in Ihren Segeln stecken: Ob TP 52 oder – wie in dieser Story deutlich wird – die Dehler „von nebenan“, das Feedback der Renn-Profis und Amateure hilft uns, auch Ihre Fahrtensegel konsequent weiterzuentwickeln.

Luca Mayer und Luca Leidholdt auf PLAY HARDER: Ein dynamisches Duo

Dieser Bootsname ist in der deutschen, oder sagen wir besser, der nordeuropäischen, Regattaszene gut bekannt und vielen ein Begriff: Die PLAY HARDER war die erste Dehler 30 OD aus Greifswald und ist mithin eine der großen Erfolgsbringer für diese Einheitsklasse. Luca Leidholdt und Luca Mayer sind zwei der Skipper, die diese Yacht bei den verschiedenen Rennen steuern. Sie wird den Youngstern von den Eignern Chris und Dirk für ausgewählte Events zur Verfügung gestellt – ein tolles Modell für die Förderung des Hochseesports in Deutschland. Und ausdrücklich zur Nachahmung empfohlen! Wir haben einen der Lucas auf der Boot in Düsseldorf getroffen und mit ihm gesprochen.

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Luca & Luca auf PLAY HARDER nach dem Baltic 500

Nach den Highlights mit PLAY HARDER gefragt, bleibt Luca sympathisch zurückhaltend. Dabei muss er das gar nicht, denn die Liste der Erfolge des dynamischen Luca-Duos ist mehr als beeindruckend: Sie haben mit PLAY HARDER dreimal am prestigeträchtigen Baltic 500 teilgenommen – und die letztjährige Ausgabe dann auch gewonnen. Die klassische Strecke führt immerhin 500 Seemeilen um Anholt ganz im Norden herum und wieder zurück. Selbstverständlich non-stop.

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Keine Pause: Auch in tiefster Dunkelheit Vollgas!

„Dann haben wir noch das Round Denmark Race im letzten Jahr für uns entscheiden können …“, sagt er uns. Und ein wenig später: „Und dann das Vegvisir. Das auch.“ So, als wäre das nichts. Ihre Bescheidenheit ehrt die Beiden – die Ergebnisse sprechen eine deutliche Sprache. Regatten wie diese sind sicher nichts für Anfänger, zumindest nicht, wenn man ganz vorne mitsegeln möchte. Und schon gar nicht auf einem Sportgerät wie der Dehler 30 OD. Wer die Ostsee kennt, der weiß: Stetig wechselnde Wind-, Strom- und Wellensituationen, viel Traffic, dazu oftmals beengte Fahrwasser, VTGs … und dazu die Müdigkeit, Kälte, Nässe. „Ja, das macht schon eine Menge Spaß“, sagt Luca und lächelt leicht.

Hart an der Grenze mit QUANTUM SAILS

Die PLAY HARDER segelt zurzeit mit einer Komplett-Ausstattung aus QUANTUM-Segeln. Das war aber nicht immer so, wie Luca erzählt: „Wir hatten zeitweise Segel von North Sails auf dem Boot, aber auch schon Teile von Doyle.“ Wie oft bei unseren Kunden, lag die Entscheidung, dann auf QUANTUM SAILS zu wechseln, anfangs nicht bei den Segeln: „Für Events wie das Silverrudder hatte QUANTUM die Prototyp-Segel an Max Gurgel ausgeliehen. Max hat das Rennen zweimal mit der PLAY HARDER gewonnen. Die Segel haben immer perfekt funktioniert, wie Max berichtete. Wir haben die Segel dann auch getestet und gesehen: Die sind nach wie vor tadellos in Schuss und noch immer schnell. Obwohl es sich um genau die Segel handelt, die schon 2019 für die für die Vorstellung der DEHLER 30 OD hergestellt worden waren! Darüber hinaus sind wir immer top bedient worden. Handwerklich, wie auch menschlich.“ Bootsbesitzer wissen, dass es mit dem eigentlichen Produkt oftmals nicht getan ist – persönliche Beratung, Vertrauen und guter, schneller Service machen das Paket erst richtig rund.

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Code 0-Power am nächsten Morgen!

„Später haben wir uns dann entschieden, mit Sven Krause einen neuen Code-0 für die PLAY HARDER zu entwickeln.

Das türkisfarbige „Q“ auf den TP 52 gewinnen zu sehen ist das Eine – wenn unsere Segel aber die großen Regatten „vor der Haustür“ gewinnen, macht das natürlich umso stolzer! Allerdings wird dann dabei aber auch eher nicht zimperlich mit den Tuchen umgegangen …

PLAY HARDER - der Name ist Programm

Aktuell segelt PLAY HARDER mit unseren Racing-Laminaten: FUSION-M mit VX-Offshore-Oberflächen: „Der Vorteil ist, dass die Segel dadurch etwas robuster werden. Und der Vorteil von Fusion M VX ist die Performance-Lebensdauer –  so ist es möglich, eine Fock zu bauen, die vernünftig reffbar ist und trotzdem langfristig in Form bleibt. Das ist bei uns superwichtig, weil wir ja nur die eine Fock haben.“

Die Crew von PLAY HARDER macht dem Bootsnamen alle Ehre: Die Segel werden tatsächlich „hart“ ran genommen, denn so ohne Weiteres gewinnt man keine Regatta. Darauf angesprochen, entgegnet Luca: „Ehrlich gesagt sind wir ziemlich überrascht, wie lange die QUANTUM-Segel dann doch aushalten! Du fragst hier sicher nach den Unterschieden zu den anderen Marken – das ist einer!“

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FUSION M-Segel auf PLAY HARDER

„Gerade die Fock“, führt Luca weiter aus, „die vor allem bei Single- und Doublehand-Regatten sehr leidet, ist bei uns an Bord in einem erstaunlich guten Zustand!“ Wenn man bedenkt, durch wie viele harte Wenden so eine Fock geht und wie dieses Segel ein- und ausgerefft werden muss, kann man schon sagen, dass die Haltbarkeit die QUANTUM-Segel deutlich von anderen Marken absetzt, bestätigt Luca. „Auch was das Groß angeht, kann ich nur Gutes sagen. Dieses hält nun schon so lange – und auch deutlich besser seine Form – als die, die wir vorher gefahren sind.“ Dabei machen die Jungs, was die Behandlung und Pflege ihrer Segel angeht, nichts Spezielles: „Nein, einfach wie ein normales Segel behandeln – allerdings gehen wird mit dem Material generell immer sehr vernünftig um.“

Stichwort: Leichtwindsegel

Dass vor allem die AWA-Segel der Trend momentan sind, haben wir in einigen vorhergehenden Artikeln schon beschrieben. Wir fragen Luca, wie es mit den leichten Tuchen bei PLAY HARDER aussieht: „Im Gegensatz zur Normalbesegelung haben wir eine ganze Reihe an Leichtwind-Segeln an Bord. Allerdings ist durch die Klassenregel unser Setup auch sehr rigide festgelegt, sodass wir natürlich auch nur diese Segel fahren dürfen. An Bord von PLAY HARDER sind das die A2- und A5-Gennaker sowie ein Code-0.“

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Turbo für das Rennboot: Gennaker!

„Wir sind mit dieser eher beschränkten Auswahl an Segeln aber komplett zufrieden“, sagt Luca: „Man kann sich auch gut im Segelwechsel verlieren …“ Zudem sei die ständige Wechselei der Garderobe auch ziemlich anstrengend, gerade im Doppel-Modus geht das schnell an die Substanz. Das Setup steht, das Material auch. Was ist also das Programm für die kommende Saison 2025? Luca, wieder ganz bescheiden: „Wir planen wieder eine Teilnahme bei der Baltic 500, denn da müssen wir unseren Titel verteidigen.“ Zudem stehe als Highlight möglicherweise noch eine Teilnahme am Blue Ribbon Cup auf dem Programm. „Das Fastnet Race ist auch schon gebucht“, sagt Luca: „Allerdings auf einem anderen Boot.“

PLAY HARDER beim Silverrudder

Beim Silverrudder – immerhin die größte Solo-Regatta der Welt – ist die PLAY HARDER keine Unbekannte: Hier hat genau dieses Boot 2023 mit Skipper Max Gurgel den Sieg holen können. Natürlich auch mit unseren Segeln! Ob und mit wem in 2025 das Schiff an den Start gehen kann, das wissen wir natürlich auch erst nächste Woche: Am Sonntag, dem 9. März, öffnet die Anmeldung, bei der die 450 Startplätze schneller verkauft werden, als 80.000 Karten für ein Rolling Stones-Konzert.

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Hätten Sie nicht auch Lust auf das Silverrudder?

Sie können dabei sein: QUANTUM SAILS verlost unter allen Seglern, die bei uns bis 31. Juli 2025 neue Segel bestellen zwei sichere Wild-Cards für die 2025er-Ausgabe dieser tollen Regatta!

Also: Den neuen Gennaker oder Code bestellt oder endlich die ausgeleierte Fock ersetzt und Ihr Traum vom Solo-Abenteuer rund Fünen rückt nahe! 

Wir freuen uns zudem, Sponsor und Partner des Silverrudder 2025 zu sein. Mehr demnächst!

Danke Luca für diese spannenden Einblicke: Und fair winds für Eure Segelsaison 2025! Fotos 1 & 4 von Kassian Jürgens